Igel an Orgeln

Ernst gemeinter Spaß – das ist die Bezeichnung, die Ampl:tude ihrer Musik geben. Und damit stehen die vier jungen Männer aus Berlin auch in der Nacht von “Getting Things Done” auf der Bühne. Unter Vertrag bei Sinnbus, mit einem Bein im Studium, mit den anderen Körperteilen meistens in der Musik und Veranstaltungsorganisation sind Ampl:tude bei uns ganz gut aufgehoben. Ihr zweites Album „Der Igel an der Orgel“ erschien im Januar, im Sommer kann man sie auch wieder in echt und zum Anfassen treffen. Live-Action bei Ampl:tude bedeutet Kuscheltierrock und an Knöpfen drehen., da wackeln Köpfe und Knie. Da schwingt und flirrt der Ton, dass es nur so eine Freude ist. Der eine greift dem anderen ins Gerät, hier und da quietscht und knarzt es, und die Geräusche - darauf kann man sich verlassen - sind alle selbst gefunden. Genau wie die Mitte zwischen „Auf-Die-Fresse-Dance-Elektro und abstrakter Kunstmusik“ (Matthi Ruthenberg). Und ihre eigene Politik – denn auch der nicht vorhandene Gesang sei Absicht und eine Äußerung - versteht dann jeder für sich bei „Kleine Labels, große Bands“ Samstagfrüh um 3:30 Uhr. Nachfragen ist auch erlaubt. Tanzen sowieso.




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