holm | 28. August 2007 18:08 | 9to5 | Permalink | 2 Kommentare »

Der Abspann

 

Künstlerische Leitung: Holm Friebe

Programmdirektion: Jörn Morisse

Produktionsleitung: Sebastian Sooth

Website, WLAN- und Streaming-Technikkoordination: Moritz Metz

Grafik, Webdesign und Deko: Martin Baaske, Thomas Weyres

Presse und Öffentlichkeitsarbeit: Jörn Morisse, Lisa Rank, Nadja Quante

Troubleshooting, Sportprogramm, Sponsoring: Anja Handke

Sprecherkoordination: Sylvie Reinhard

Gästeliste und Blogging: Lisa Rank

Koordination Logistik: Lea Gscheidel, Rieke Siewert

Koordination Helfer: Gesche Roy

Persönliche Assistentin für Mr. Sooth: Susann Krüger

Web-Streaming: Moritz Metz, Kaspar Metz, Heiko Thierl

Produktionsassistenz: Christoph Albers, Martin Monk

CvD: Kathrin Passig

Waffeln und Wohnzimmer: Harald Wiester

Übersetzungen: Julia Ritter, Matthias Fersterer

Dokumentation Foto: Sebastian Schleicher, Fritz Langmann, Oliver Pritzkow

Dokumentation Film: Michael Maier, Michael Conzelmann

Festival-Film: André Pfennig, Justin Koch

Raum Bremen: Michael Schubert

Kinderbetreuung: Silke Bauer

Kapitän: Max Hiller

An den T-Shirts: Jacob Chromy

In weiteren Rollen: Julia Schulte-Ontrup, Anja Schreiber, Heinrich Schulz, Matthias Festerer, Linn Quante, Juliane Breternitz, Asia Bas, Julia Holzmüller, Silke Gentner, Andreas Förster, Henry Rudolph, Kathi Stertzig, Katrin Schulz, Kim Hülsewede, Lars Keller, Conny Naumann, Max Upravitelev, Robin Schellenberg und Lena, Ronny Holzmüller, Torsten Fischer, Sophie Schasiepen, Monique Morisse, sowie Cornelius Reiber, Michael Brake, Lars Hubrich. Ihr wart toll!

Vielen Dank für die robuste Internetwolke an die Magier von Freifunk und c-base Cven Wagner, Frank Brandewiede und Ulf Kypke, sowie Oliver Unger. Ebenso an Tim Pritlove und Sven Klemm für Pentabarf und Support.

Ganz besonderen Danke an das Team von Satis&fy für die machtvolle Technik und die nette und konditionsstarke Betreuung. Ohne Euch hätte das alles eine Liga drunter stattgefunden.

Dank an das Radialsystem V für Haus, Technik Kost, Logis und alles andere: Jochen, Folkert, Bettina, Bettina, Friederike, Thomas, Lutz, Olaf, Carlo, Boris, Vanessa, Peter, Jan, Hardy, Robert, Wolfgang, Janina, Dorle, Petra, André, Alban, Daniel, Elzbieta, Karo, Ernst, Felix, Lisa, Marcel, Matthias, Nicola, Saskia, Simi, Tina, Steffie, Susan, Sandra, Sina, Szuzan, Andreas, Billa, Sibyll. Dank an Anada für das Yoga am Freitag Morgen.

Außerdem noch einmal herzlichen Dank an unsere Partner und Unterstützer: Projekt Zukunft, das Land Bremen, gravis, Spreadshirt, MAGAZIN, Security S.E.A.N, Artis, Expofair, primeline, Laserline, Alexander Pusch, artundweise, Triad, aka aki, Zucker, Buchbox, die Crew von Dampfeisbrecher “Anna” und natürlich den Hauptstadtkulturfonds.

Großen Dank an alle Künstler und Referenten.

Office-Kommunikation: GoogleDocs, Skype, Pentabarf

Bei dieser Veranstaltung kamen keine Nagetiere zu Schaden.

Eine Produktion der Zentralen Intelligenz Agentur (c) 2007

holm | 28. August 2007 17:08 | 9to5 | Permalink | Kommentieren »

Eine Frage der Technik

Noch ein paar Worte zu unserem Technik-Sponsor Satis & Fy (nicht von uns, sondern von hier):

Abschließend möchte ich sagen, dass ich es beeindruckend finde, wie hoch professionell das ganze Festival abgelaufen ist - zumindest von außen gesehen - die Technik, die ja ein großes Thema war, da sie es ist, die einem Großteil von uns diese Art zu arbeiten überhaupt ermöglicht, war erstklassig organisiert, die Mikros, Leinwände, Präsentationen funktionierten einwandfrei.

Besser hätten wir es auch nicht sagen können. Danke dafür!


| 28. August 2007 16:08 | 9to5 | Permalink | Kommentieren »

Das, was bleibt

Plakat

Es ist schon ein seltsames Gefühl, das ganze Haus wieder auszuräumen, die Technik abholen zu lassen, Sofas in das Auto zu laden und loszufahren, 400 Stühle zu putzen und am Ende mit dem Besen die letzten Reste aus der Halle zu kehren. Wie lange man in den Straßen der Stadt noch über das 9to5 stolpern wird, werden wir sehen.. und was bleibt.

holm | 26. August 2007 16:08 | 9to5, Samstag 25.08. | Permalink | 9 Kommentare »

Tagesbilanz 3 (und Schluss)

dsc01336.JPG

So endete der der dritte Abend und damit das Festival-Camp am Morgen auf dem Deck. Eindrücke und Berichte vom 9to5 hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier, hier bzw. hier. Hier, hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier, hier, hier und hier und hier und hier und hier und hier, sowie hier und hier und hier und hier und hier, aber auch hier und hier und hier und hier und hier und hier, ebenso hier und hier … sehr gelungen übrigens auch die Parallelaktion von DrErk in Leipzig. Schafft ein, zwei, … viele 9to5s! Herzlichen Dank an alle Teilnehmer, die mit dazu beigetragen haben, dass es wurde, was es war. Fotos gibt es von unserer Seite aus hier, ansonsten hier resp. hier. Zieht Euch die Podcasts der Veranstaltungen, die Ihr verpasst habt. Weiter geht es bis auf Weiteres im Forum. Und, mal sehen, vielleicht nächstes Jahr wieder in einer Realität in Ihrer Nähe.

| 25. August 2007 22:08 | Samstag 25.08. | Permalink | 2 Kommentare »

Pecha Kucha Line-up

Nach dem Vortrag von Frithjof Bergmann folgt nun Pecha Kucha mit folgenden Referenten und Themen:

1. Heiko Michels (Über okkulte Ökonomien. Das Geschäftsmodell der Berliner Weinerei)

 

2. Berhard Strecker (Über die Kampagne gegen die geplanten Schweinemastanlagen in der Uckermark Free the Pigs )

 

3. Jens Thiel (Über den weltweiten Siegeszug der funktionalen Monoblocksessel )

 

4. Ingo Niermann (Über einen Vorschlag für eine Vereinfachung der deutschen Sprache, Rededeutsch)

 

5. Markus Beckedahl ( Über das Portal Netzpolitik.org)

 

7. Tom Hansing (Über die Schule mit dem schlechten Ruf und dem eigenen Klamottenlabel Rütli-Wear)

 

8. Ansgar Oberholz (Über die Genese des perfekten halböffentlchen Ortes)

 

9. Christian Noll (Über digital footprint)

 

10. Jakob Hüfner, Jörn Hintzer (Über den Versuch, Zeit zu bauen)

 

11. Ralf Steeg (über die Initiative SPREE2011)

 

update: Auf pechakucha.de  gibt es die Präsentationen und Beiträge als Filme (einfach auf die Bilder klicken).

| 25. August 2007 18:08 | Samstag 25.08. | Permalink | Kommentieren »

9to5 Showdown

Weil es der letzte Tag ist, haben wir uns entschlossen, den Einlass auf 15€ zu senken! Dafür bekommt man zwar kein T-Shirt mehr, aber immer noch allerhand: Pecha Kucha gucken und zu DJ Mittanzzentrale zappeln und Stefan Niggemeier zuhören und auf dem Deck sitzen und Ping Pong zu Country und Acid Pauli spielen und lernen, was die Große Pyramide ist,  und das NBI-Orchester live sehen und das Hörspiel “Täglich Brot” von Gesine Danckwart hören und am Abschlusspanel “Wie man einen Yak rasiert” teilnehmen und Leute treffen und tanzen und und und und …

Wer schon ein Tagesticket für heute hat, bekommt natürlich noch sein T-Shirt dazu. Allerdings kann man sich diese nur noch bis 21 Uhr am Spreadshirt-Stand customizen lassen.

holm | 25. August 2007 15:08 | 9to5 | Permalink | Kommentieren »

Raumänderung

Die Diskussion “Was wäre ein linker Neoliberalismus?” um 16:00 Uhr findet aus technischen Gründen im Saal statt und nicht auf dem Deck. Livestream / Mitschnitt

holm | 25. August 2007 14:08 | 9to5 | Permalink | 1 Kommentar »

Bootsfahrt jetzt! (bzw. 14:45 Uhr)

Der Museumshafen Berlin (Sie bräuchten übrigens mal endlich eine eigene Website, wer Interesse hat…) hat sich freundlicherweise bereit erklärt, einen historischen Schlepper für eine einstündige Spreerundfahrt zu stellen. Der Kahn legt um 14:45 am Steg ab. Der Unkostenbeitrag beträgt 5 €. Interessenten melden sich am Troubleshooting-Desk oder finden sich rechtzeitig am Anleger ein. Bei entsprechender Nachfrage gibt es heute noch weitere Touren.

Dafür fällt die Präsentation der Auswertung der Bremen-Aktion “Ich bin die Zielgruppe” um 16 Uhr im Raum Bremen aus. Wer dennoch erfahren will, was es damit auf sich hatte, möge den Fortgang im Forumsstrang verfolgen oder die Leute mit den T-Shirts direkt ansprechen.

| 25. August 2007 13:08 | Freitag 24.08. | Permalink | 1 Kommentar »

Im Radialsystem morgens halb sieben

SonnenaufgangHolm hat schon ein paar richtige Worte gefunden, einem kann das Herz aufgehen, wenn man da morgens nach getaner Arbeit auf der Terrasse sitzt, während der rote Feuerball Sonne hinter dem Haus aufgeht und in den müden Augen alles funkelt. Dazu der Arsch auf Grundeis, wenn Sir Simon Battle leider völlig unverdient vor relativ wenig Leuten als letzte Band am Morgen auf der Bühne stehen und die Popsongs dieses Jahres schmettern. Die, deren Rhythmus von Schlafphasen und Musik wir richtig getroffen haben, waren jedoch hellauf begeistert. Denn solche Momente findet man nicht an jeder Ecke. Ich hab sogar davon geträumt.

Eine kurze Ankündigung noch: Der zweite Bremen-Workshop heute fällt leider aus.

holm | 25. August 2007 11:08 | 9to5 | Permalink | 2 Kommentare »

Tagesbilanz Tag 2

Man kann das eh nicht zusammenfassen, man muss dabei gewesen sein. Deshalb hier stattdessen nur Marin Maicas dichte Beschreibung von Tag 1 in der Berliner Zeitung. (Ich glaube, ich leg mich noch mal hin.)

holm | 25. August 2007 10:08 | 9to5 | Permalink | 4 Kommentare »

Reginé Debatty: We Make Money Not Art

Régine Debatty, Macherin des Kunstblogs we-make-money-not-art.com, sollte (und wollte wohl) erzählen, wie sie es schafft, zwischen zahlreichen Reisen ihr Blog mehrmals täglich zu aktualisieren, welches Selbstverständnis hinter ihrem Projekt steht und wie sie damit Geld verdient. (Text, Zusammenfassung: Julia Ritter)

Einführung: We make money, not art

Régine stellte zunächst ihr Blog vor, das sich in Reportagen, Rezensionen, Interviews usw. damit beschäftigt, wie Künstler Technologie einsetzen (und zwar alles vom alltäglichen technischen Gegenständen wie Mobiltelefonen bis hin zu hochmodernen Formen der Biotechnolgie), um daraus Kunst zu machen. Eben dieses Interesse hatte Régine zum Bloggen gebracht, denn Bloggen erwies sich ab einem gewissen Punkt als einfacher, als stapelweise Ergebnisse ihrer Internetrecherche auszudrucken. Da sie derzeit einen offensichtlich nicht besonders aufreibenden Job bei der EU hatte, konnte sie viel Zeit mit der Recherche verbringen und die Früchte ihrer Arbeit in ihrem Blog vorstellen.

Bekannt wurde das Blog vor allem dadurch, dass noch viel bekanntere Blogs wie z.B. gizmodo.com auf sie verlinkten – und zwar zuerst aus einer eher überheblichen Haltung heraus. Nach und nach interessierten sich aber immer mehr Leser für das Nischenthema und, wie Régine sagte „sie lachten nicht mehr darüber, sondern fingen an, es ernst zu nehmen.“

1. Stufe: Geld – die Monetarisierung des Blogs

We make money not art hatte alles, was ein Blog braucht: eine Nische (New Media Art), Leser und Links. Was fehlte, war das Geld. Auftritt Nokia: Das Unternehmen war auf Régines Blog aufmerksam geworden und bat sie, einen Workshop für Nokia-Mitarbeiter zum Thema Kunst und Technologie zu halten. Einen extrem wohl dotierten Vortrag. Das motivierte Régine, ihren Angestelltenjob zu kündigen und stattdessen Vollzeit zu Bloggen. Sie vermietete Platz auf ihrem Blog für Bannerwerbung und Google Adsense (letzteres war manchmal schwierig, weil ein Kunstblog nicht unbedingt immer idealen Kontext für Google Ads bietet). So monetarisiert, warf das Blog genug Geld ab, um Régines Miete zu bezahlen.

2. Stufe: Macht – die Bloggerin als Expertin

Zusätzlich zum finanziellen Verdienst brachte ihr die Bloggerei aber auch Aufmerksamkeit – sie wurde (völlig zu Recht) als Expertin auf ihrem Gebiet wahrgenommen und zu Ausstellungen, Events, Preisverleihungen etc. eingeladen. Mit dieser „Prominenz“ stiegen zum Teil auch die Ansprüche der Leserschaft und der Kunstwelt an das Blog, von dem viele zu glauben schienen, es sei eine Art Kunstkonzern. Künstler beschwerten sich, wenn Régine nicht über sie berichtete; sie wurde als Instanz und damit als Machtträgerin wahrgenommen. Für sie selbst stand aber nach wie vor ihr eigenes Interesse an den Themen, die sie behandelte, im Vordergrund. Das verschob sich langsam von New Media Art hin zu Bio-Art, die sich mit allen möglichen und teilweise extrem organischen Aspekten von Kunst und physischen, biologischen Körpern (-zellen, -flüssigkeiten, -teilen) beschäftigt. Viele Leser reagierten verstört auf diesen neuen Themenschwerpunkt. Und auch die Werbetreibenden wendeten sich zum Teil ab.

3. Stufe: Hybrid-Monetarisierung

Das war jedoch insofern nicht weiter schlimm, als Régine mittlerweile durch ihr Blog bekannt und anerkannt ist und auf Tagungen spricht, Ausstellungen kuratiert (oder kuriert oder wie immer das heißt) und Workshops gibt. Der Schwerpunkt der Monetarisierung hat sich damit vom klassischen Monetarisierungssystem (sprich: Anzeigen) hin zu einer Mischform entwickelt: Das Geld kommt zum einen von der Werbung auf dem Blog Geld und zum anderen von der Expertentätigkeit, für die das Blog wiederum auf sehr indirekte Weise wirbt.

Régines Selbstverständnis

Régine tut, was sie tut, weil es ihr Spaß macht und sie interessiert – das wurde im Laufe ihres Vortrags immer wieder klar. Sie könnte zum Beispiel ihre Beiträge mehr auf die „Bedürfnisse“ von Google AdSense und die Wünsche ihrer Leser maßschneidern, möchte aber nicht dauernd über Sex schreiben (der meistgeklickte Beitrag aller Zeiten betraf „Vintage Sex Posters“), sondern versucht, ihre eigenen Vorstellungen und die ihrer Leser in Einklang zu bringen.

Bloggen und Privatleben

Régines Privatleben hat sich durch das Bloggen fundamental verändert. Sie lernt viele Leute über deren virtuelle Präsenz (vor allem auf Flickr und in Blogs) kennen, ihr ganzes Leben ist extrem blogzentriert. Manche Türen, sagt sie, haben sich dadurch für sie geschlossen – Zitat Régine: „Ich mag meine Eltern, aber sie haben leider kein DSL.“

Im kurzen Interview mit Holm zum Ende des Vortrags sagte Régine, sie hätte gerne einen Assistenten, der ihre Reisen organisiert, sie finde das ganze Drumherum manchmal etwas viel und sie suche dringend einen Steuerberater, der versteht, was zum Teufel sie eigentlich macht. Sachdienliche Hinweise werden gerne entgegengenommen.

holm | 24. August 2007 18:08 | 9to5 | Permalink | 4 Kommentare »

Culture Jamming, Heute, 4:00 Uhr Deck

Bevor er im TV-läuft, zeigen wir heute noch einen zusätzlichen Film, dessen Trailer man sich hier schon einmal anschauen kann. David Schwertgen wirs anwesend sein:

Die Dokumentation „Culture Jamming“ verfolgt die subversive Kulturstrategie des 21ten Jahrhunderts von den Anfängen bei Marcel Duchamp und der Situationistischen Internationalen bis hin zum postmodernen Info-War. Culture Jamming verbreitet virale Information, gefakte Medienkampagnen oder Websites um die Massenmedien zu „jammen“.

Hans Bernhard von ubermorgen.com wurde von FBI, CIA und NSA gejagt, weil er auf seiner Website voteauction.com eine Handelsplattform für amerikanische Wählerstimmen anbot. Der Claim „Bringing Capitalism and Democracy Closer Together“ sorgte für heftige Medienresonanz, die in einem CNN-Feature der Gerichtssendung „Burden Of Proof“ gipfelte. In seinem Projekt „Google Will Eat Itself“ hackt Hans Bernhard die Selbstreferentalität von Google. Von Google-Geld werden Google-Aktien gekauft und an die Internet-Community ausgeschüttet.

Der grosse Medienhoax vom italienischen Künstlerpaar 01.org fand auf dem Karlplatz in Wien statt. Im Namen der Firma Nike besetzten 01.org den Platz und gaben vor, ihn in Nikeplatz umzubenennen und ein gigantisches Swoosh-Symbol darauf zu bauen. Die Bürger von Wien reagierten wütend und aufgeregt. Nike startete einen Gerichtsprozess um 78.000 Euro gegen die Organisatoren.

Paolo Pedercini aka Molleindustria aus Mailand programmiert „Political Videogames Against The Dictatorship Of Entertainment”. In den Games “Tuboflex” und “Mc Donalds Videogame” wird der Spieler mit den Probleme der prekären Beschäftigung, des modernen Arbeitsmarktes und der industriellen Massenproduktion von Lebensmitteln konfrontiert. Molleindustria starten eine ernsthafte Diskussion über die politischen Inhalte von Videospielen.

Lauflänge: 32:22 min.
Mehr Informationen:
http://www.culture-jamming.de
Kontakt:
info@culture-jamming.de

holm | 24. August 2007 17:08 | 9to5 | Permalink | 2 Kommentare »

Massagen jetzt!

Entspannt und fit in den Abend! Und für alle, die heute Morgen das Yoga verpasst haben.: Daniel Schlägel, ausgebildeter Physiotherapeut und mobiler Massageservice, bietet ab sofort bis ca. 23 Uhr klassische Massagen (Rücken-Schulter-Nacken) im Schlafsaal im 5. Stock, hintere Ecke, an. (Tarife:  20 min: 14 €, 30 min 18 €).

holm | 24. August 2007 14:08 | 9to5 | Permalink | Kommentieren »

Open Beamer heute

Weil das Gewitter gestern ins Internet eingeschlagen hat, funktioniert gerade nur http:, nicht https:. Deshalb funktioniert das Pentabarf nicht, deshalb werden die Open Beamer Slots nicht im Programm angezeigt. dauerte es eine Weile, bis die Freifunk-Crew das Internet wieder repariert hatte. Deshalb als Workaround hier die nächsten Termine von heute:

18:00 Uhr in der Halle Natalie Balkow (ZIA): “Business in virtuellen Welten, Quatsch oder nicht?”

Nun doch erst am Samstag um 19:00 Uhr (Halle): Spreadshirt: “Getting rich with T-shirts (by designing a new Logo)”

Nun auch am Samstag, 20:00 Uhr, im Raum Bremen: aka-aki: “Social Network auf dem Handy”.

Neue Vorschläge bitte ins Forum schreiben.

holm | 24. August 2007 10:08 | 9to5 | Permalink | 5 Kommentare »

Tagesbilanz 1

Tag11

Freunde der Nacht, das war mal ein Aufschlag. Die Blitzpop-Leute haben in der Tat innerhalb eines Tages eine Band gegründet, ein Album aufgenommen und einen MySpace-Account (103 Freunde, Stand heute Morgen) eingerichtet. Die erste Single (”Es gibt keinen Fortschritt”) wurde noch am Abend von radioeins und Motor FM gespielt. Der Abend in der Halle verlief jenseits meiner kühnsten Erwartungen, wenn auch nicht ganz so wie in Joachim Lottmanns Live-Bericht.

dsc01318.JPGBis in die frühen Morgenstunden wurde gekickert, getanzt, ge-Tshirts-kustomisiert. Ein geheimes Highlight übrigens: Die beiden Jungs von “Monochrom” mit ihrer Firmensong-Analyse. Der überraschend überragendste Moment des Abends: Morgens um drei in den Raum Bremen zu kommen, und dort dreißig Personen mit aufgeschlagenen Zeitungen anzutreffen, die aufmerksam Tobi Rapp beim Feuilleton-Erklären lauschen. Der Ausklang auf dem Deck war magisch, bis hin dazu, dass pünktlich um fünf das Gewitter kam und alle hinunterspülte. Kleine Überraschung übrigens für alle, die im Schlafsaal übernachten, und gerade online sind: Um zwölf gibt es dort eine Yoga-Stunde von einem professionellen Yoga-Lehrer.

Dafür hat uns Will Bradley abgesagt, weil ihm eine unaufschiebbare Buchabgabe-Deadline im Nacken sitzt. Das muss man sich mal reinziehen: Der Mann, den wir zum Thema Selbstorganisation eingeladen haben … schade, aber nicht zu ändern. Haben Reginé Debatty und die Bunnies mehr Zeit. Zum Pecha Kucha am Samstag will Will sich dann aber live per Skype-Videokonferenz zuschalten. Mal sehen, ob wenigstens das klappt. Ach so, und weil ich gute Laune habe und verkatert bin, verfüge ich hiermit kraft meines Amtes, dass auch Ein-Tages-Ticket-Käufer ab sofort gratis eines der vier T-Shirt-Motive dazu bekommen. Heute kann nur noch toller werden.

| 24. August 2007 00:08 | Donnerstag 23.08. | Permalink | 2 Kommentare »

Rede von Tom Hodgkinson

Als Opener vom ersten Tag sprach vor drei Stunden Tom Hodgkinson in der Halle über sein Buch und seine Einstellung zur Arbeit. Ganz abseits vom Audio-Mitschnitt des Vortrags, hat uns Matthias Fersterer freundlicherweise live eine Zusammenfassung geschrieben…

Tom Hodgkinson live

Während Hodgkinsons erstes Buch „Anleitung zum Müßiggang“ die industrielle Revolution kritisierte, zieht er in seinem jüngsten Werk mit der Reformierung und der protestantischen Arbeitsethik ins Gericht. Er leitete den Vortrag mit dem provokanten Slogan „work kills“ ein. Dieser Slogan sei keineswegs auf ein Underground-Märchen zurückzuführen, sondern begründe sich auf einer UN-Studie, wonach die Arbeit und deren Folgen weltweit jährlich 2 Millionen Menschen ums Leben brachte. Das seihen mehr Tote als durch Alkohol und Drogen zusammen und eine Vielfaches des Terroranschlags vom 9.11.2001.

Sodann gab Hodgkinson einen kurzen Überblick über seine eigene Arbeitsbiografie, die ihn vom freien Studentenleben, über „Traumjobs“ in Skater- und Musikläden, zu „vernünftigen Arbeitsstellen“ bei Zeitschriften, bei denen er jedoch unter der Abfälligkeit der Vorgesetzten, dem Mangel an Freiheit sowie dem Gefühl der Demütigung und den damit verbundenen Gefühlen Wut und Selbsthass litt.

Inspiration und Trost fand er damals u.a. bei Denkern wie Dr. Samuel Johnson, Oscar Wilde (Zitat: die Götter frönen der Freizeit) oder Bertrand Russel (Essay: „Lob des Müßiggangs“) der allesamt vehemente Verfechter des Müßigganges waren – so kam es zur Gründung von Hodgkinsons Zeitschrift „The Idler“ (dt: der Müßiggänger) und seinem ersten Buch „Anleitung zum Müßiggang“. Zunächst ermöglichte ihm der Müßiggang den Weg zu Produktivität und Kreativität, er stellte jedoch schon bald fest, dass der einsetzende Erfolg ihm genau das Leben beschert hatte, aus dem er ursprünglich hatte aussteigen wollen.

Als Reaktion darauf zog er sich mit seiner Familie in die Idylle des englischen Landes zurück, wo er sich daran machte, sein zweites Buch „Die Kunst, frei zu sein“ zu verfassen. Als Feind der Freiheit machte er die Reformation und den damit einhergehenden Vormarsch des protestantischen Arbeitsethos aus, der von Calvin und Luther geprägt und von Max Weber analysiert wurde. Während der industriellen Revolution hätte dieser Arbeitsbegriff dazu geführt, dass eine neue, disziplinierte Schar von Arbeitern für die aufkommenden Manufakturen geformt wurde. Diese Mixtur aus anerzogener Schuld und Verdammung sämtlicher Freuden wurde beispielsweise von dem Kapitallisten Benjamin Franklin propagiert, der das Prinzip ‚Zeit ist Geld propagierte’ und geraten haben soll: „Lass deine Gläubiger dich nicht in der Kneipe erwischen, sondern beim Schuften“, sowie von religiösen Bewegungen wie z.B. den Methodisten, die in Gott eine Art Über-Chef sahen.

Als Gegenentwurf präsentierte er das Leben der mittelalterlichen Mönche und Zunftgemeinschaften. In Ländern wie Italien oder Deutschland entstanden damals selbstbestimmte Kommunen, in denen die Arbeit in Zunften organisiert wurde. Diese Gemeinschaften setzten auf das Prinzip kollektiver Kreativität sowie Mitbestimmung. Ein Zuviel an Arbeit und Überstunden wurden abgelehnt, da Arbeit an Sonn- und Feiertagen als Zeichen für mangelnden Glauben an Gottes Vorhersehung aufgefasst wurde. Hodgkinson sieht in diesen Zunften antikapitalistische Systeme, da die Zinswirtschaft als äußerst kritisch betrachtet wurde. Nicht der Fatalismus, sondern der Gedanke der Brüderlichkeit war vorherrschend. Sie waren geprägt von der arestotelischen Ethik, die den Genuss zum Grundsatz hatte.

Die Mönche des mittelalterlichen Europas hingegen begründeten ihre Lebensfreude auf die Bergpredigt sowie Werte wie Brüderlichkeit, Höfflichkeit, Freundlichkeit, Solidarität und Gemeinschaftlichkeit. Armsein hieß dem Beispiel Jesu folgen. Armut wurde nicht als parasitär angesehen, sondern als Pflichterfüllung einer sozialen Aufgabe angesehen, da dies die Solidarität der Mitmenschen erst ermöglichte. Zeit wurde nicht als Geld angesehen, sondern als der Besitz Gottes. Außerdem lobte er den Sinn für ökologische Landwirtschaft und erneuerbare Energien der mittelalterlichen Ordensmänner.

Als Gegenkräfte kritisierte er u.a. König Heinrich VIII, der für Englands Trennung von der katholischen Kirche verantwortlich war, sowie den puritanischen Herrscher Oliver Cromwell (den er mit Lenin verglich), der nicht nur das Feiern des Weihnachtsfestes verbot, sondern den Engländern auch die vielgeliebte Weihnachtsbäckerei Minced Pies untersagte. Sinnliches wie Farben oder Gerüche und sonstige Freude und Genüsse wurden abgelehnt, da diese als der Erlösung nicht dienlich angesehen wurden.

Jedoch betonte Hodgkinson, dass es ihm nicht um die Romantisierung des Mittelalters ginge. Vielmehr wolle er bei der Rückerinnerung an wertvolle Ideen behilflich sein. Die Gesellschaft hat die Menschen untereinander entfremdet. Das protestanische Arbeitsethos mit der Betonung von Schuld lehne er hingegen ab. Es ginge ihm um die Frage, ob wir in der Lage seien, unser eigenes Leben zu schaffen und betonte dass er nicht eine große, systemumstürzende Revolution anstrebe. Vielmehr sehe er es als wünschenswert, eine Revolution des eigenen Alltags im Rahmen des eigenen Alltags zu vollziehen, um ein Gegengewicht zum kapitalistischen Arbeitsbegriff zu schaffen.

Abschließend präsentiere Hodgkinson sein Manifest, um diesem Ziel näher zu kommen; unter anderem steht dort folgendes geschrieben: Tod dem Supermarkt, Backe Brot, spielt die Ukulele, Tätigkeit ist aussichtslos, hört auf zu jammern, hört auf zu konsumieren, beginnt zu produzieren, zieht euch aufs Land zurück, liebe das Schöne, liebe die Armut, ignoriere den Staat, das Leben ist absurd, wir sind frei, freut euch des Lebens…

Nach seiner Technologiekritik gefragt, äußerte Hodgkinson eine gewisse Technologieskepsis, da sie dazu tendiere, den Menschen eher zu versklaven und in Abhängigkeit zu führen als ihn zu befreien. Auf die Frage, ob er urbane Lebensräume ablehne und man im Rahmen seines Lebensentwurfes aufs Land ziehen müsse, antwortete er, dass er es zwar teilweise bereue aufs Land gezogen zu sein, da Stadtluft tatsächlich freimachen könne. Idealerweise sollten Stadt und Land jedoch im Tandemsystem miteinander verknüpft werden, um ein ganzheitlicheres Leben mit größerer Nähe zur Natur zu ermöglichen.”

moritz | 23. August 2007 20:08 | Donnerstag 23.08. | Permalink | Kommentieren »

9to5 Live

9to5 Live

“Noch 0 mal schlafen bis zum Festival” sagt das kluge Herunterzählwidget unserer Website. Was hier passiert, ist tatsächlich das Gegenteil von Schlaf. Festival-Leiter mit zwei Funkgeräten und ständig klingelnden Handys sind nur der Gipfel des Eisberges. Mehrere Dutzend Menschen arbeiten momentan daran, dass das Riesen-Raumschiff Radialsystem startet. Das W-LAN erstreckt sich in alle Ecken des Gebäudes, die Liegestühle an der Spree stehen bereit und draußen dämmert langsam die Nacht. Unser Arbeitstag beginnt. Alles ist fertig. Nur die Riesenmaschine aus Pappe wird erst morgen aufgebaut.

Wer heute seinen Mitfahrgelegenheit nach Berlin verpasst hat, wird hier im Netz versorgt. Wenn nichts schiefgeht, werden wir ab 21h mit drei Räumen live auf Sendung sein - als MP3-Stream im Internet. Zusatz-Innovation: Der automatische Timeshift-Podcast. alle Veranstaltungen stehen sofort als jederzeit nachhörbarer und nachswachsender Podcast.

Auch ein IRC-Chatkanal wurde auf Initative des Festivalforums eingerichet. Bei Flickr freut sich der öffentliche Fotopool 9to5-festivalcamp auf Befüllung - wir arbeiten indessen an einer offizellen Pressefotogalerie. Fünf Festivalscreens zeigen im Foyer ständig das aktuelle Programm. Flughafengleich. Wir sind startbereit. Noch eine Stunde bis zum Abflug.

Es geht los.

Holm und SylvieDa ist er plötzlich, der Donnerstag, von dem wir vor einem halben Jahr dachten, bis dahin sei es noch ewig. Falsch. Die Zeit verging wie im Flug und jetzt ist der Moment gekommen, an dem es heißt, Pforten öffnen und kopfüber ins Getümmel. Die T-Shirts sind da, und sehen fantastisch aus. Das Internet auch, der Rest wird im Laufe des Tages an den richtigen Platz und zum Funktionieren gebracht. Eine echte Punktlandung geht anders, aber hey!

Wer noch kein Ticket hat, kann (und sollte) dies tagsüber im RADIALSYSTEM V an der Kasse im Foyer kaufen. Dort kann man auch mit Karte zahlen. Ab 19 Uhr gibt es die Tickets direkt am Einlass, allerdings nur noch gegen Bargeld. Die nächsten Banken gibt es am Ostbahnhof. Zur Erinnerung: Für ein Drei-Tages-Ticket gibt es ein T-Shirt gratis dazu, die anderen drei kann man dann für je 10, - Euro dazukaufen, um ein Set komplett zu haben.

Und jetzt lasst uns dieses halbe Jahr Vorbereitung genießen, denn es wird erst rund, wenn die Hütte voll ist, die Gläser auch und ordentlich gearbeitet, gespielt, getanzt, genetzwerkelt, geschnackt, gemacht, getan und geschaut wird. Let´s get things done.

holm | 22. August 2007 19:08 | 9to5 | Permalink | Kommentieren »

Presse vorab

Bevor hier endgültig das Volk ansteht und der Sturm losbricht noch eine kurze Blütenlese der bisherigen Presse: Sehr anständig berichtet das Neue Deutschland am 13. 8. 2007. Maik Söhler hat ein hübsch mäanderndes “39 Fragen”-Interview mit mir geführt (Teil 2 und 3 folgen morgen und übermorgen), dafür aber in der Auflistung seiner Superberliner für jetzt.de einiges durcheinander gebracht. Alles richtig zu stellen würde hier eindeutig zu weit führen. Zutreffend ist, dass Mercedes Bunz, Kathrin Passig, Sascha Lobo und Jens Friebe hier anzutreffen sein werden. Joachim Lottmann wird vom ersten Abend live in seinem taz-Blog berichten und lässt sich dabei via Beamer in die Tasten schauen. Für die Berliner Zeitung haben wir die Vorankündigung kurzerhand selbst besorgt. Ach so, und die Junge Welt hat sowieso alles begriffen und richtig gemacht, eigentlich nur noch getoppt von der HNA, wofür auch immer das stehen mag. Über weitere Pressestimmen zur Veranstaltung selbst werden wir sie ab jetzt in unserem Pressebereich auf dem Laufenden halten.

P.S.: Heute noch ein Interview mit Fritjhof Bergmann in der taz.

holm | 21. August 2007 13:08 | 9to5 | Permalink | 1 Kommentar »

Willkommen zu Hause, Laica

haus mit bannerSo langsam wird es wohnlich im Radialsystem. Ein Transparent hängt draußen am Balkon und zeigt die Komplett-Übernahme der Immobilie an. Die Tische und Sofas von MAGAZIN sind da und passen hervorragend zu den Vorhängen. Und morgen kommen die Fenster. Die freundlichen Jungs von Freifunk haben keine körperlichen Risiken gescheut, uns eine Richtfunkstrecke über die Spree zu legen. Gerade wird das ganze Haus mit Routern vermöbelt, sodass ab gleich Internet überall und in ausreichender Menge herumfliegt. Ab Donnerstag 12 Uhr steht das Ganze zur Besichtigung und In-Betriebnahme bereit. Wer noch nicht weiß, ob er sich ein Ticket (von denen es derzeit noch ausreichend, aber auch nicht mehr so viele gibt) kaufen soll oder nicht, kann sich bis 19 Uhr gratis vor Ort eine Meinung bilden. Übrigens steht jetzt das aktuelle Programm mit allen Künstlern und Referenten ordentlich online (Danke, Tim, Sven und Pentabarf!)

« Vorherige Einträge

Unterstützt durch:
Projekt Zukunft
EFRE bremen erleben!
das magazin Gravis
Bionade
Medienpartner

Flickr-Bilder

www.flickr.com