“Nach dem dreitägigen Festival ‘9to5.Wir nennen es Arbeit’ stellen sich die Fragen neu und in anderer Gestalt. Kleiner will man es nicht mehr haben. Was hier geschah, war allemal aufregender als die Bessere-Welt-Erregung während des G8-Gipfels. Die Gesten bekamen Substanz. […]
Das große europäische Erbe der Kapitalismuskritik wird derzeit nirgendwo besser gepflegt als im Umkreis der ‘digitalen Bohème’. Man denkt über die Gründung dezentraler Intelligenz-Agenturen nach.”
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung: Links und neoliberal

“Die Eröffnung war euphorisch, idyllisch saßen Jungen und Mädchen vor ihren dicken Laptops, bald kam man sich vor wie in den Romanen von Joachim Lottmann, denn deren gesamtes Personal, samt Rainer Langhans war auch zugegen.”
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

“Auf dem Berliner Festival ‘9to5. Wir nennen es Arbeit’ las man den Vortragenden die Träume von einem goldenen Zeitalter von den Lippen ab, in dem es Stechuhren nur noch im Museum gibt.”
Thomas Thiel, Frankfurter Allgemeine Zeitung: Das Leben ist doch lahm, Junge, reiß aus!

“Die Festivalmacher haben den Finger auf eine Wunde gelegt, nämlich das Problem einer notwendigen Umstruktierung unserer Arbeitswelt.”
Tanja Dückers, Anton Landgraf, Frankfurter Rundschau: Schöne neue Arbeitswelt

“Etwa 500 Leute verteilen sich auf dem großzügigen, an der Spree gelegenen Gelände und lauschen den Einsichten von Tom Hodgkinson, der im beigen Dandy-Anzug ein Anarcho-Manifest verkündet: ‘Death to the Supermarkets’.”
Helmut Merschmann, Spiegel Online: Faria, faria ho

“Bis auf die Medienvertreter geben sich alle sehr entspannt und diskussionsbereit, die meisten sind mehrsprachig und gut angezogen. […] Gespräche kreisen um Kapital und Arbeit, Kunst und Firma, Projekte und Anekdoten. Einig ist man sich bei der Ablehnung aller Formen von Festanstellung, gestritten wird darüber, wie man mit dem Alltag im Kapitalismus umgeht.”
Maik Söhler, netzeitung.de: Es ist harte Arbeit

“Kein Jammern, sondern spaßhaftes Herumbasteln an Medienprojekten und dem eigenen Lebensentwurf. […] Das umgedrehte ‘9 to 5′-Prinzip - alle Veranstaltungen laufen zwischen 21 und fünf Uhr - scheint tatsächlich dem Arbeitsrhythmus vieler entgegenzukommen. Sie lassen sich in Workshops journalistisches Arbeiten und Datensicherheit im W-LAN erklären und gucken Filme.”
Nina Apin, die tageszeitung: Geld verbrennen nach Mitternacht

“Jeder Mensch soll für sich selbst herausfinden, was für ihn gute Arbeit ist. Wir helfen ihm nur dabei zu erkennen, was er wirklich will. Das kann ein jahrelanger Suchprozess sein und zu den verschiedensten Ergebnissen führen. Aber bisher zeigte sich: Gute Arbeit, das bedeutet für die meisten Weiterbildung, Nutzen für die Gemeinschaft, Arbeiten in der Natur. Vor allem Arbeit, die Sinn hat.”
Nina Apin, die tageszeitung, im Gespräch mit Frithjof Bergmann: Ohne Arbeit geht die Welt zugrunde

“Derweil erzählt oben auf dem Sonnendeck der Ex-Kommunarde Rainer Langhans der Publizistin und Kurz-Kultursenatorin Adrienne Goehler von Außenkörpererfahrungen. Den ganzen Technikkram findet er offenbar nicht so spannend: ‘Alles ist doch nur virtuell.’ Die Frage, was Langhans eigentlich arbeitet, fällt einem leider erst auf dem Heimweg ein. Andererseits, mit 67 Jahren hat er sich Müßiggang sogar amtlich verdient.”
Marin Majica, Berliner Zeitung: Länger leben ohne Chef

“Die Motivation der Anwesenden, an Rahmenbedingungen und Konzepten für die Zukunft des unabhängigen Freiberuflertums zu arbeiten, sollte Mittelpunkt des nächsten Kongresses werden. Und der wäre nicht nur wünschenswert, sondern dringend notwendig.”
Lotte Everts, Felix Petersen, Berliner Zeitung: Rechtschaffen müde

“Das Berliner 9to5-Festival sucht die bessere Welt”
Michael Luger, Tagesspiegel: Tod den Supermärkten!

“Arbeiten, wann, wo und wie man will. Dieser Wunsch und die Suche nach der totalen Freiheit vereint die Besucher des 9to5-Festivals.”
ARD-Nachtmagazin

“Wir porträtieren einige der Macher und ihre Arbeit u. a. in der Firma Zentrale Intelligenz Agentur. Wir wollen von den Veranstaltern wissen: Warum machen sie so ein Fest? Was wollen sie? Sind sie die Zukunft? Und ist das, was schräg klingt, der zukunftsweisende Trend?”
Robert Frenz, rbb-Abendschau: 9to5.Wir nennen es Arbeit - Das Festival der Blogger

“‘Ein bisschen selbstreferentiell soziologischer Kongress, ein bisschen wie das Ferienlager der unterbezahlten Generation Praktikum.”
Christoph Rasch, rbb-infoRADIO
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“Jeder kann an jeder Stelle mitarbeiten. Das sogenannte Wiki-Prinzip. Es gibt keinen Chef. Die Blitzpop-Welt ist hierarchiefrei und transparent.”
Deutschlandradio Kultur: Mit Furcht vor Festanstellung
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Katja Webers radioeins-Beiträge:
“Ein Mix aus Kindergarten und Universität.” mp3
Interview mit dem Hilfscheckerbunny und Markus Beckedahl mp3

“der kongress war elitär, eine selbstvermarktungs-riesenmaschine, rückwärtsgewandt bis übermässig erklärbärig und pragmatisch, aber eben auch teilweise wirklich interessant, lustig, inspirierend und bestens organisiert. und der ort, die location: grandios und schön grössenwahnsinnig.”
Felix Schwenzel, wirres.net

“Jeder Cent des Eintrittspreises, den wir als Referenten nicht zahlen mußten, lohnt sich. Schließlich zahlen Wagner-Liebhaber für eine Aufführung das Zehnfache. Und beim ‘9to5-Festival-Camp – Wir nennen es Arbeit’ handelt es sich schließlich um das Bayreuth der digitalen Intelligenz. Alles, was sonst bei solchen Großveranstaltungen in die Hose gehen kann, klappte hier. Das muß an der Intelligenz der Veranstalter liegen.”
Jörg Schröder, Barbara Kalender: Die erste Nacht

Stand: 10 September 2007 17:09

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